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Kommende Termine:

  1. Sa, 27.10. Düsseldorf, Bürgerhaus Bilk (Salzmannbau), Himmelgeister Str. 107, 14–18 Uhr

    "Was brauchen wir da noch Kunst und Kultur?"
    Zur Rolle von Kunst im Klassenkampf

    Seminar mit Stefan Siegert, Hamburg
    Ältere unter uns werden Stefan Siegert noch als einen großartigen Karikaturisten der UZ und der Roten Blätter kennen, Jüngere vor allem als einfühlsamen Musikkritiker der Tageszeitung junge Welt. Doch Siegert war und ist auf beiden Gebieten zuhause. Und so können sich Alt und Jung auf die Begegnung mit einem vielseitig begabten Künstler und Kenner freuen.
    Stefan Siegert schreibt uns dazu:
    Will die Linke erfolgreich sein, braucht sie mehr als die richtige Strategie und Taktik. Sie braucht zum Beispiel Solidarität, Ernesto Cardenal nannte sie „die Zärtlichkeit der Völker“. Zärtlichkeit lernt man nicht auf der Parteihochschule. Sie entsteht, wie etwa auch eine andere Voraussetzung von Erfolg im politischen Kampf, die „Ausstrahlung“, in derselben Sphäre, in der Kunst und Kultur wirken und in der – und von der – sie leben.
    Es gehört zu den Kernparadigmen bürgerlicher Ideologie, das Wort „Reichtum“ mit dem Wort „Geld“ zu identifizieren. Das darüber weit hinaus gehende Mehr, nach dem die Mitglieder einer jenseits der Märkte organisierten Gesellschaft verlangen (wie die in dieser Hinsicht gescheiterte Geschichte des ersten Realsozialismus-Versuchs gezeigt hat), ist der eigentliche Inhalt von Kunst und Kultur: der von Begriffen wie Geld und Nützlichkeit unberührte menschliche Reichtum.
    Denn es geht nicht nur um die Art der Reproduktion und die Eigentumsverhältnisse der Ge-sellschaft, in der wir leben wollen. Es geht auch um die Gestaltung unserer Welt und unserer Identität, um die Gestalt und Atmosphäre etwa der Parks und Plätze, der Häuser und Woh-nungen unserer Städte und Landschaften. Wie schön und wie einladend sehen sie aus? Lässt es sich darin angenehm und menschlich leben? In ihnen begegnen wir uns.
    Und alles folgt aus der Frage: Wie gehen wir miteinander um, wie jeder mit sich selbst und wie wir alle mit unserer Umwelt? Gefühle und Lebensgefühl sind Gegenstand von Kunst und Kultur, Utopie und Dystopie, Traum und Albtraum, das Gute und das Schlechte, Schönheit und Hässlichkeit, Ästhetik und Moral, ein wirklich weites Feld.
    Bei unserem Seminar soll es mehr um die künstlerische Kultur gehen. Warum braucht die Linke so etwas? Nun: Weil die Kunst in allen ihren Genres zu dem Leben, das wir uns erträumen, wenn es denn gelingen soll – und darum geht es doch am Ende in der Politik – ganz unbedingt dazugehört.
  2. Sa, 27.10. Hamburg, HAW, Alexander Str. 1, 11.00-17.00 Uhr

    Die dialektischen Grundgesetze

    Veranstaltung des Hamburger Gesprächskreis Dialektik & Materialismus in Zusammenarbeit mit der Marx Engels-Stiftung
    Referent: Peter M. Kaiser
    Die dialektischen Grundgesetze, an Beispielen naturwissenschaftlicher Phänomene und Theorien, insbesondere der Evolutionstheorie.
    Themen: Beginn mit Engels: Deutsche Ideologie; Unterschied zwischen Idealismus und Materialismus; Methodik und Theoriebildung in den Wissenschaften: Kritik an Poppers Falsifikationismus; Grundlagen der marxistischen Sozialtheorie; Beispiele zur Dialektik in den Naturwissenschaften: Biologie (Evolution: präbiotische und biologische); Dto.: Physik (Gesetzesdefinition, Zufall in der klassischen Physik und in der Quantenmechanik, Unsinnige Deutungen von Schrödingers Katze, Determinismus und Chaostheorie, Abgrenzung Physik – Philosophie, Verhältnis Philosophie und Einzelwissenschaften)
    Anmeldung über unsereweltclub@gmx.de Unkostenbeitrag: 10 Euro
  3. Sa, 10.11., Wuppertal, Marx-Engels-Zentrum, Gathe 55, 10:30 Uhr (Einlass 10.00 Uhr) – 17:30 Uhr

    Auf dem Weg zur multipolaren Welt? – Weltwirtschaftliche Entwicklungslinien und Widersprüche

    Prognosen des Internationalen Währungsfonds zufolge wird das Wirtschaftswachstum der entwickelten Länder 2018 weniger als halb soviel betragen wie das der Schwellen- und Entwicklungsländer. Diese Stagnationstendenz und die ihr zugrundeliegende Investitionsschwäche werden durch die Niedrigzinspolitik der Notenbanken begünstigt. Aber auch die Entwicklung der Schwellen- und Entwicklungsländer ist alles andere als homogen und linear. Neue Wirtschaftsblöcke, Bündnisse und Entwicklungsprojekte bilden sich heraus; Beispiele dafür sind BRICS, aber auch die Shanghai-Organisation (SOZ), die Gründung von ALBA und der multilateralen Entwicklungsbank AIIB sowie die „Neue Seidenstraße“. Mehr Stimmrechte für die Entwicklungsländer und vorsichtige Ansätze zu einer Korrektur der radikalen Austeritätspolitik beim IWF, aber auch die Entstehungsgeschichte und die wachsende Heterogenität der „G 20“ als eines supranationalen Koordinationsformats kapitalistischer Herrschaft werfen die Frage auf, ob sich die ökonomischen Gewichtsverschiebungen auch auf der Ebene der internationalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen niederzuschlagen beginnen. Für uns gilt es, Überlegungen anzustellen, welche Chancen für eine veränderte (gerechtere?) Weltwirtschaftsordnung sich auftun und welche Handlungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten für sie in den entwickelten Ländern bestehen.
    Es referieren:
    • Dr. Jörg Goldberg (Frankfurt/M.): Gewichtsverschiebungen: Die Lage der Weltwirtschaft und die Rolle der Schwellen- und Entwicklungsländer
    • Prof. John Neelsen (Tübingen): Ansätze zur Multipolarität: BRICS & Co. und die neue Weltordnung
    • Prof. Andrés Musacchio (Buenos Aires / Bad Boll): Imperialistenclub, Kampfarena oder Vorbote einer neuen Ordnung: Welche Rolle spielt die G20?
    Einladung und Information als PDF.
  4. Fr/Sa, 16./17.11. Hamburg, HAW, Alexander Str. 1

    Dialektik der Selbstorganisation der Materie – Makro- und Mikrokosmos

    Veranstaltung des Hamburger Gesprächskreis Dialektik & Materialismus in Zusammenarbeit mit der Marx Engels-Stiftung
    Referent: Prof. Christian Jooß (Uni Göttingen)
    Nach einem Besuch des Forschungszentrums DESY in Hamburg am 16.11.2018 um 13:00 Uhr laden wir für den Abend des 16.11., 19:00 Uhr, ein in die HAW, Alexanderstr. 1, zu einem Rundtisch-Gespräch mit Prof. Dr. Christian Jooß, Göttingen, Festkörper-Physiker, moderiert von dem Physiker Dr. Daniel Rapoport, Fraunhofer-Einrichtung für EMB, Lübeck. Gedacht ist an ein kritisches Gespräch zur Bewertung des gegenwärtigen Stands der von manchen Forschern als krisenhaft eingeschätzten Situation der Physik. Wo steht die Physik im grundlegenden Verständnis der Struktur und Entwicklung der Materieformen? Gibt es weltanschauliches Biasing, welches den Blick auf die Lösung der theoretischen Fragen der Kosmologie und der Struktur der Materie im Mikrokosmos einschränkt?
    Am 17.11.2018 wird das Gespräch mit Prof. Jooß um 11:00-17:00 Uhr in der HAW, HH -Alexander Str. 1, mit einem Seminar zur Rolle der dialektischen Methode und Materiebegriff in der modernen Physik fortgesetzt. Der Gesprächskreis Dialektik & Materialismus betrachtet diese Trennung in zwei durchaus in Wechselbeziehung stehende Teile als sinnvoll, um sowohl Fachfragen, wie auch erkenntnistheoretischen Fragen jeweils einen eigenen Raum zu geben. Im zweiten Teil werden daher Fragen des Begriffs der Materie, der Bedeutung der Dialektik für die Erkenntnisgewinnung, der objektiven Dialektik in den Naturgesetzen, aber der tieferen Ursachen der Krise der Physik behandelt und der Debatte darum Raum gegeben.
    Erwünscht sin zu allen Teilen des Gespräches mit Prof. Jooß auch kurze vorbereitete Debattenbeiträge oder Co-Referate.
    Mit der kostenpflichtigen Anmeldung unter unsereweltclub@gmail.com (10 Euro, ermäßigt 6 Euro) erhalten die Teilnehmer das Vorbereitungsmaterial und die Thesen von Prof. Jooß per E-Mail zugeschickt
  5. So, 18.11., Nürnberg, Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Str. 6, 10.00-17.30 Uhr

    100 Jahre Novemberrevolution und Räterepublik in Bayern

    in Zusammenarbeit mit dem DFV Nürnberg Es referieren:
    • Prof. Gerhard Engel (Am Mellensee): Der Platz der Revolution 1918/19 in der deutschen Geschichte und im Geschichtsbild der Deutschen
    • Dr. Rainer Zilkenat (Hoppegarten): Zur Rolle der Konterrevolution am Beispiel der Antibolschewistischen Liga Eduard Stadtlers
    • Hermann Kopp (Düsseldorf): Die Münchner Räterepublik
    • Lena Somschor (Fürth): Zu den regionalen Geschehnissen im 1918/19 im fränkischen Raum
    • Musikalische Intermezzi: Werner Lutz (Erlangen)
  6. Sa, 08.12. Hamburg, HAW, Alexander Str. 1, 11.00-17.00 Uhr

    Historischer Prozess und Soziale Triebkräfte

    Veranstaltung des Hamburger Gesprächskreis Dialektik & Materialismus in Zusammenarbeit mit der Marx Engels-Stiftung
    Referentin: Dr. Annette Schlemm (Jena)
    Thema ist die materialistische-dialektische Geschichtsphilosophie. Stichworte: Unterschiede zwischen Hegel und Marx, historischer Materialismus, soziale Prozesse, Verhältnis Materie-Geist/Denken, Rolle der Arbeit/Praxis, Konzept der Entfremdung, unterschiedliche Gesellschaftsformen. Was bedeutet, dass Marx und Engels die Hegelsche Dialektik „materialistisch umstülpten“? Der teilweise katastrophale Umgang mit der Natur hat den gesellschaftlichen Begriff des Fortschritts zweifelhaft werden lassen. Wer sind die Akteure der Geschichte? Gibt es Keimformen einer nachkapitalistischen Gesellschaft in der heutigen, kapitalistischen Gesellschaft zu entdecken, deren Fortentwicklung zu erstreiten sind, und wenn ja, von wem?
    (philosophenstuebchen.wordpress.com/2018/06/08/philosophie-der-geschichte)
    Anmeldung über unsereweltclub@gmx.de Unkostenbeitrag: 10 Euro, ermäßigt 6 Euro

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